Kirmesgesellschaft 1900 Altstadt

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Kirmesgesellschaft 1900 Altstadt


Kirmesreden

Die Kirmes in Altstadt beginnt in:

Kirmes 1979 – Karl Heinz Weis

Als Kirmesekel in diesem Jahr,
begrüße ich diese große Schar.
Seid alle herzlich hier willkommen,
und seid der Kirmes gut gesonnen.
Drei Tage wolln wir fröhlich sein,
auf unserer Kirchweih ist es fein.
Laßt Eure Sorgen je zu Haus,
und tobt Euch einmal richtig aus.
Doch jetzt will ich Euch etwas sagen,
was sich em Dorf su zugetragen.

Beim Heppverein is steht´s wad los,
am Donnerstag die Freude groß.
Dann giret in de Rundsporthall,
um sich zu trimmen met nem Ball.
Dat Fett wat ma su angesetzt,
wird hier jetzt werer rausgeschwetzt.
Och sost is ma ganz froh un heiter,
nom trimmen dann beim Agnes Schneider.
Am Samstag ging die Frauenschar,
spazieren üwer den Kleeberg gar.
Bis Lembach wur sogar maschiert,
un mancher Appelkorn geleert.
Noh Würstchen, Kaffe, Appelkorn,
noh Rimmelskochen, no Weisbrutknorrn,
na ja dat konn net got gerorn.
Su manche oft im Kornfeld soos,
em sech rem de Welt vergoos.
Doch owens zoch man froh un heiter,
nom Zimmermann un net nom Schneider.
Hei sosen dann off heißen Kohlen,
en paar Ehemänner om se afzeholen.

De Kermes on der MGV,
zwei Präsis hann, die sen oft blau.
De en is der Wolfgang M., der andre der Toni Jim.
Die zwei don oft am Dreesen stehn,
wat is dat zenken doch so schien.
Emol sein se schön am singen,
dann don se sich werer an de Gurgel springen.
Et es schon met den zwei ne Last,
bes ma dat alles hätt erfasst.
En Freitag schon zum Samstag wurd,
die zwei dann zogen durch den Ort.
Sie brachten hier en manches Haus,
en Ständchen unn viel Applaus.
Beim Gebhard wur die Sach dann heiter,
hier ginget off ne gruße Leiter.
De letzte Sproß wor schnell erreicht,
he sengt et sich so god un leicht.
De Toni sung en huhen Tönen,
de Wolfgang tat dem Basse fröhnen.
Dat wur der Leiter dann zuviel,
de Gebhard wur muxmaüschen still.
Et gof en Splittern un en Krachen,
dat Eva hürte ma laut lachen.
Der Minnesänger Lied wor aus,
beim Glagow lachen se hinnerm Haus.

Dat Kermesausrofen is ne Freud,
für kleene un och gruße Leut.
Do werd gesungen un gelacht,
su manche Flasche leer gemacht.
Der Stefan es och stets dabei,
von owens acht bis morjens drei.
Dann es de Zeit für Ihn vorbei,
er roft dem Karin: „Lieber Schatz“,
jetzt gehen ma off nen annern Platz.
Det Karin päckt dat lang Gestell,
un geht met Ihm zum Auto schnell.
Hier schwingt er sich, noch voller Glut,
off den Beifahrersitz, dat wor net good.
Kaum hatte er sich hingesetzt,
do schrie er, Du ich sein verletzt.
Dat Bierglas wat do loch su schön,
het er em Dunklen üwersehn.
Do helft ken Fluchen, ken Gewitter,
er hett em A…. en Bierglassplitter.
On die Moral von der Geschicht,
det Beerglas gehört awer ant Gesicht.

En diesem Johr jo Wahlen worn,
och Altstadt blief net ungeschorn.
Su mancher brave Bürgersmann,
woll och mo beweisen wat er kann.
De Listen wurden offgestellt,
do wor se net mi heil de Welt.
Die off den Listen sust ganz vorn,
jetzt hennen worn, welch ein Zorn.
Sie sagten „Dat is zuviel,
wat es dat fürn komisch Spiel?“
Wir worn emmer god Karl-Heinz,
un su entstand de Liste 1.
Die Wahlen seien jo jetzt vorbei,
ich hoffen och de Keilerei.
Vertragt Eich wieder so wie Brüder,
un sengt gemeinsam fruhe Lieder.
Dann wird de Kermes wunderschön,
jo glaubt es mir, Ihr werdet sehn.

Hui Wäller!

Hui Wäller? Allemol